Der “Verein zur Förderung Kirchenmusik in der Innenstadtgemeinde e. V.”

Was leistet die Kirchenmusik der Rostocker Innenstadtgemeinde eigentlich?

Im Jahr 1998 vereinigten sich die Kirchengemeinden Petri-Nikolai, Marien und Jakobi zur Ev.-Luth. Innenstadtgemeinde. In ihr bestehen gegenwärtig acht Chöre aus Erwachsenen und Kindern sowie ein Posaunenchor.
Insgesamt musizieren rund 180 Personen aller Altersgruppen. Sie treffen sich zu 300 Proben jährlich. In 270 Gottesdiensten und Andachten mit rund 10.000 Mitfeiernden pro Jahr erklingen die Orgeln, bis zu zehn eigene Konzerte mit 1.500 bis 2.000 Besuchern jährlich und etwa ein Dutzend musikalisch gestaltete Gottesdienste gehören dazu. In der Marienkirche werden Angebote zur Orgelbesichtigung von etwa 300 Menschen jährlich (Schulklassen, Kindergartengruppen, Reisegruppen und Einzelbesucher) genutzt.
Doch es sind nicht nur Zahlen und Statistik: Die musikalische Arbeit ist in der Stadt auch anerkannt. Auch treten die Kantoren der Gemeinde seit Jahren als Komponisten hervor. Und immer wichtiger wird das Singen und Musizieren mit Kindern, da dieser Bereich in Schule und Familie an Bedeutung verliert.

Was kostet das alles?

Zusätzlich zu den Gehältern für die drei eigenen Kräfte wendet die Kirchengemeinde rund 30.000 Euro jährlich für Nebenkosten wie Noten, Solistenhonorare, Instrumentenpflege etc. auf. Dies ist ein wichtiger kultureller und spiritueller Beitrag für die Hansestadt Rostock, die sich aber seit längerem nicht mehr zu einer finanziellen Förderung in der Lage sieht.
Weil sich die innerstädtische Kirchenmusik auch künftig unter den aktuellen Herausforderungen kirchlicher Strukturen gut entwickeln soll, wurde im Herbst 2012 der "Förderverein Kirchenmusik in der Innenstadtgemeinde e. V." gegründet. Er weist über 40 Mitglieder auf.

Wie hilft der Förderverein der kirchenmusikalischen Arbeit?

Der Förderverein möchte die kirchenmusikalische Arbeit in der Innenstadtgemeinde nicht nur finanziell, sondern auch ideell unterstützen. Er verbindet Menschen mit Wurzeln innerhalb und außerhalb der christlichen Gemeinde, denen es ein Anliegen ist, dass in einer künstlerisch bedeutsamen Kirche adäquate Musik erklingt; dass in Gottesdiensten und Konzerten auf einer sinnlichen Ebene geistliche Impulse zu empfangen sind. Diese Kirchenmusik soll möglichst vielen Einheimischen und Touristen zugänglich gemacht werden.
Besonderes Augenmerk soll auf der Förderung des Nachwuchses liegen, wie sie in der Kinderchorarbeit und der musikalischen Früherziehung der Marienkantorei bereits angeboten wird.
Und nicht zuletzt wird es eine große Aufgabe sein, die optisch faszinierende Große Orgel der Marienkirche auch in klanglicher Hinsicht zu einem erstklassigen Instrument zu machen, nachdem manch unglückliche Wendung in ihrer Geschichte dies bisher erschwerte. 
Weitere Informationen über die Ziele des Vereins entnehmen Sie bitte der aktuellen Satzung>>.

So können Sie dem Förderverein helfen:

Unterstützen Sie die Arbeit des Fördervereins durch eine Spende. Sie können auch einen bestimmten Zweck angeben (z. B. Förderung der Kinder, Orgelpflege, Notenmaterial). Teilen Sie bei der Einzahlung auf jeden Fall Ihre Anschrift mit, so können wir Ihnen am Jahresende eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung zustellen. Wir sind beim Finanzamt Rostock unter der Steuernummer 079/141/17830 als gemeinnützig anerkannt.

  • Bankverbindung:
    Förderverein Kirchenmusik, Rostocker VR-Bank, BLZ 130 900 00, Konto Nr. 1077660
    IBAN: DE03 1309 0000 0001 0776 60

Werden Sie Mitglied! Dazu genügt ein formloser schriftlicher Antrag mit der Erlaubnis, dass Ihr Mitgliedsbeitrag von uns eingezogen werden darf. Sie können auch dieses Formblatt>> ausdrucken und einsenden.

  • Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt
    für Einzelpersonen 36 Euro
    für Personengemeinschaften (Familien, Ehepaare) 60 Euro
    und für juristische Personen 120 Euro.

Was bringt Ihnen die Mitgliedschaft?

Als Mitglied beteiligen Sie sich am musikalischen Leben in der Stadt. Sie sind eng mit dem Musikleben der Innenstadtgemeinde verbunden und erhalten vor Konzerten und Veranstaltungen interessante Informationen vorab. Sie können Konzertkarten vor dem offiziellen Verkaufsbeginn erwerben, auch sind exclusive Veranstaltungen für Mitglieder geplant.

Kontakt:

Förderverein für Kirchenmusik in der Innenstadtgemeinde e. V. c/o
Karl-Bernhardin Kropf, Ev. Innenstadtgemeinde,
Bei der Marienkirche 1, 18055 Rostock
e-mail: kirchenmusikfoerderverein-rostock (x) web.de


Eine Truhenorgel für die Innenstadtgemeinde

Als erste größere Aufgabe hat sich der Kirchenmusik-Förderverein zum Ziel gesetzt, für die gottesdienstliche und konzertante Nutzung in den vielen von der Gemeinde genutzten Kirchen und Räumen eine Truhenorgel, also eine mobile Kleinorgel, zu beschaffen. Solche Instrumente werden zur Zeit mehrmals im Jahr von den Kantoren kostspielig angemietet.
Dies könnte zwar im Prinzip so weitergehen, allerdings sind die Instrumente nur bedingt für die bei uns anliegenden Aufgaben geeignet, weshalb ein Neubau durch die Rostocker Werkstatt von Johann-Gottfried Schmidt> angedacht ist.

Es gibt viele schöne Orte in den Innenstadtkirchen, die auf von dort erklingende Musik warten:
Aus den neu erstrahlenden Ecken der Marienkirche soll künftig ebenfalls Musik erklingen, das Nordschiff der Petrikirche wurde jüngst als Konzertraum wiederentdeckt, und natürlich sind regelmäßig die Nikolaikirche ein Ort für Konzerte und die Universitätskirche ein Ort für Gottesdienste.
In Marien wird zudem ein Instrument für kleine Gottesdienste im Altarraum und insbesondere zur Begleitung von nahe der Gemeinde singenden Chören benötigt.
Gegebenenfalls soll das Instrument auch auswärts eingesetzt werden. Es kann eine wichtige Rolle im Rahmen von Orgelvorführungen und Erklärungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder spielen. Es wäre auch möglich, mit diesem Instrument Schulen oder Kindergärten zu besuchen.

Die Finanzierung der Orgel, deren Baukosten 39.000 Euro betragen, erfolgt vor allem durch Pfeifenpatenschaften. Das Instrument wird 233 Pfeifen erhalten (techn. Details siehe unten) enthalten, für die mit Spenden in der Höhe von 30, 60, 120, 240 oder 480 Euro einzelne Patenschaften übernommen werden können.

  • Eine Übersicht über die Pfeifen und den bisherigen Spendenstand finden Sie hier>>
  • Eine Chronik mit Bildern vom Baufortschritt finden Sie hier>>

Hinweis März 2017: Die Truhenorgel ist fertiggestellt, es werden keine weiteren Patenschaften mehr vergeben!

Die Pfeifen werden dauerhaft mit Initialen oder Namenszügen beschriftet und berichten so über den Spender, außerdem wird eine Patenurkunde ausgestellt. Eine solche Patenschaft eignet sich auch als Geschenk für Menschen, die "schon alles haben". Diese Spenden sind steuerabzugsfähig.
Und selbstverständlich können Sie auch "einfach so" ohne konkrete Pfeifenpatenschaft spenden!

Technische Details der Truhenorgel für die Innenstadtgemeinde:

  • Erbauer: Werkstatt "Historische Tasteninstrumente Johann-Gottfried Schmidt", Rostock (Website>>)
  • Fertigstellung: November 2016
  • Tonumfang: C-f3 mit ausgebauter Transposition 440/415 Hz, einarmige Klaviatur
  • Schleifenteilung b°/h°
  • Stimmhülsen bzw. Stimmschieber auf allen Pfeifen zur Umtemperierung
  • Gehäuse für leichten Transport in vier Teile zerlegbar

Register:

Principal 8'       HH-ds° aus Gedeckt, ab e° Zinn 96% (teilw. Prospekt)
Gedackt 8'        aus Nadelholz und Ahorn
Flöte 4'               HH-e° gedeckt, f°-f3 offen, aus Nadelholz und Ahorn
Octave 2'          aus Zinn 96%
Quinte 2 2/3'  Diskant (ab h°) aus Ahorn